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Gelesen · Unternehmen

Schnellere Teams machen noch keine schnellere Organisation

Worum es geht

Mit KI lässt sich in vielen Bereichen schneller und mehr arbeiten. Klaus Leopold warnt, dass das allein wenig bringt: Wenn einzelne Teile einer Organisation schneller werden, verbessert sich das Ganze nicht automatisch – oft wird es sogar schlechter. Er beruft sich dabei auf Klassiker des Systemdenkens wie W. Edwards Deming, Eliyahu Goldratt und Russell Ackoff.

KI beseitige Engpässe nicht, sondern verschiebe sie: Was früher beim Erstellen hakte, staut sich danach beim Prüfen, Entscheiden und Abstimmen. Die Angst, abgehängt zu werden, verleite zudem zu Aktionismus. Leopold empfiehlt, KI als Teil eines bewusst gestalteten Arbeitsflusses einzuführen und dafür die Ebene zwischen den Teams in den Blick zu nehmen – in seinem Modell „Flight Level 2“, wo Abhängigkeiten, Prioritäten und offene Entscheidungen sichtbar werden.

Einordnung

Der Beitrag lenkt den Blick auf eine Frage, die in vielen KI-Projekten zu kurz kommt: Wo landet die gewonnene Zeit? Wenn ein Team mit KI doppelt so viele Angebote, Konzepte oder Auswertungen erstellt, aber Freigaben und Abstimmungen gleich bleiben, wächst vor allem der Stapel auf dem nächsten Schreibtisch.

Hilfreich ist das als Prüffrage für jeden Anwendungsfall: Welche Schritte vor und nach der Aufgabe sind betroffen, und wer muss mit dem Mehr an Ergebnissen umgehen?

Zur Einordnung der Quelle: LEANability bietet Beratung und Trainings zu Flight Levels an; der Beitrag verweist auch auf diese Angebote.

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