Viele nutzen KI – wenige fühlen sich sicher damit
Worum es geht
2025 haben 39 Prozent der Menschen in Österreich generative KI wie ChatGPT genutzt – elf Prozentpunkte mehr als im Jahr davor und mehr als im EU-Schnitt von 33 Prozent. Unter Schülerinnen, Schülern und Studierenden sind es 86 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Erhebung von Statistik Austria im Auftrag der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD).
Das eigene Wissen über KI schätzen nur 30 Prozent als gut ein, nach 27 Prozent im Vorjahr. Die Zustimmung zu mehr KI-Einsatz ist von 35 auf 41 Prozent gestiegen; Menschen ab 55 Jahren bleiben dabei weiter zurück. Im EU-Vergleich liegt Dänemark mit 48 Prozent vorne, Rumänien und Italien bilden das Schlusslicht.
Einordnung
Die Nutzung wächst deutlich schneller als das Verständnis. Elf Prozentpunkte mehr Nutzerinnen und Nutzer in einem Jahr stehen drei Prozentpunkten mehr Menschen gegenüber, die sich gutes Wissen zutrauen. Viele verwenden also Werkzeuge, deren Grenzen und Risiken sie selbst nicht sicher einschätzen können.
Besonders deutlich ist das bei Schülerinnen, Schülern und Studierenden: Fast alle nutzen KI, ob Schule und Hochschule darauf vorbereitet sind oder nicht. Gleichzeitig öffnet sich eine Lücke zu den Älteren. Aufklärung wird damit zur Aufgabe für alle Altersgruppen – nicht nur für die, die KI ohnehin schon täglich verwenden.